Bis das Blaulicht blinkt

Traditionellen Wettstreit um den Wippertalpokal gewinnt Mehringen.

Mehringen/MZ. Dass der Wettstreit um den Wippertalpokal der Ortsfeuerwehren mit einem Fehlstart im Rennen zwischen den Mannschaften aus Drhndorf und Mehringen begann, tat der Stimmung auf der “Insel” keinen Abbruch. Willy Biermann, der stellvertretene Kreisjugendwart der Feuerwehren des Salzlandkreises, gab wenig später den erneuten Startschuss. Der wanderpokal steht immer ein Jahr beim Sieger. “Bei uns gibt es im Feuerwehrgerätehaus  sogar ein Duplikat davo”, erzählt Nancy Ludwig, die Kinderwartin der Freiwilligen Feuerwehr Freckleben. “Wer dreimal hintereinander gewinnt, wird so geehrt”, erläutert der Mehringer wehrleiter Axel Trimpert. “Und der Vorjahressieger richtet den Wettkampf dann bei sich aus”, fügt Martin Bork, der Mehringer Jugendwart, an. “Besonders unsere Kinder und Jugendlichen sind richtig heiß auf den Wettbewerb.”

Jeder Handgriff muss sitzen.
Jeder Handgriff muss sitzen.

So waren die Vorjahrsieger aus Mehringen am Samstag “platzbauende Mannschaft” für den Löschangriff. Die wettkampfstrecke ist nach Ansicht vieler Teilnehmer bestens präpariert. Aus der Ferne hört mann das Röhren der Pumpen am Ufer, die das leicht braune Wasser aus der Wipper saugen, um mit ihm das Becken zu füllen. Unzählige Liter Wipperwasser fließen durch die Leitungen ins Becken, aus denen die Motorpumpen wiederum das “Wettkampfwasser” ziehen, das dann per Schlauch in die Behälter am Ziel gespritzt wird. Mit zweimal zehn Liter müssen dabei die Zieleinrichtungen befüllt werden, bis das Blaulicht blinkt und die Stoppuhren der Kampfrichter stehen bleiben. Alle fünf Juroren kommen aus den teilnehmenden Ortswehren, fiebern zwar mit ihren Manschaften, haben immer ein genaues Auge auf den fairen Ablauf des Geschehens.

Die Daumen drücken auch die Zuschauer rund um die Wettkampfstätte. “Meine beiden Mädchen laufen in der Mannschaft der Jugendfeuerwehr Mehringen mit, da fiebere ich natürlich mit”, gesteht die Mutti von Debby und Charly, die sich gegen die Mannschaften aus den Nachbarorten bestens schlagen. Letztlich siegen sie als “Mehringen I” bei den Jugendfeuerwehren. “Zum letzten Mal in dieser Besetzung”, wie wie Feuerwehr Chef Trimpert bedauert. “Die Altersgrenze ist für die einzelnen Teilnehmer erreicht. Da müssen wir andere Jugendliche nachrücken lassen.”

Unter den Besuchern befindet sich auch Ortsteilbürgermeister Albrecht Schneidewind, der allen Mannschaften Glück auf den weg gab und die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehren für die Orte hervorhob. Mehringen Wehrleiter Axel Trimpert spielte den Ball zurück. “Ohne engagierte Ortsbürgermeister hätten wir es vor Ort auch nicht leicht.”

Dass wohl auch 2015 der Wippertalpokal in Mehringen ausgetragen wird, nimmt der Wehrleiter eher gelassen. Schließlich haben seine Kameraden sich das durch ihre Siege verdient.Vielleicht träumern sie schon von den dritten Sieg in Folge. Danach würde ein Pokal-Duplikat auch in ihren Gerätehaus stehen.

Tradition

Je zwei Jugendteams aus Freckleben, Drohndorf und Mehringen sowie eins aus Klein Schierstedt sowie die Mannschaften der Aktiven aus der Stadt Aschersleben, aus Drohndorf, Freckleben und Mehringen wetteiferten um den begehrten Wippertalpokal.

Der tradiotionelle Wettstreit geht noch auf alte kommunalpolitische Zeiten zurück. Schließlich hat die Verwaltungsgemeinschaft Wippertal den Siegerpreis einst gesponsert. Vorjahrsieger Mehringen war diesmal Gastgeber für den löschangriff.

Jugendfeuerwehren

  1. Mehringen I      31,17 Sekunden
  2. Mehringen  II   35,87 Sekunden
  3. Drohndorf I      38,22 Sekunden

Aktive

  1. Mehringen        41,21 Sekunden
  2. Aschersleben    52,16 Sekunden
  3. Freckleben        52,42 Sekunden

Mitteldeutsche Zeitung, von Uwe Kraus (Text und Bild), am 22.09.2014