Spartenvorsitzende Günther Gordziel und Manfred Gössel geehrt

Spartenvorsitzende Günther Gordziel und Manfred Gössel geehrt

Zwei Chefs aus dem Reich der Laubenpieper-Kolonien

Günther Gordziel und Manfred GösselManfred Gössel (l.) und Günther Gordziel sind Hobbygärtner mit viel Leidenschaft. (Foto: Frank Gehrmann)

Aschersleben/MZ. Im hiesigen Kleingartenwesen gibt es viele, die sich in seiner bald 111-jährigen Geschichte Verdienste erwarben. Zu ihnen gehören in neuerer Zeit Günther Gordziel (63) und Manfred Gössel (70). Auf Vorschlag des Regionalverbandes Aschersleben der Kleingärtner e.V. erhielten sie bei der Jahresmitgliederversammlung im Vereinshaus "Melle" auf der Staßfurter Höhe die MZ-Rose.

Gordziel ist seit dem Jahr 2000 Vorsitzender des Kleingartenvereins "Goldene Aue" in Mehringen, seit 1983 Vorstandsmitglied und war drei Jahre zuvor Vereinsmitglied geworden.

Wie es in dem von der Regionalverbands-Vorsitzenden Edith Nowak für die MZ-Rose unterzeichneten Schreiben heißt, stehe er dem "Neuen offen gegenüber", wie zum Beispiel der Einführung des Rückbaucents und "der Betreuung des sozialen Projekts für die Ascherslebener Speisekammer". Ist das mit dem "Rückbaucent" eine die Kleingärtner vereinsintern betreffende und von ihnen ohne weiteres zuverstehende Angelegenheit, so hat das "soziale Projekt" darüber hinausreichende Bedeutung.

Hierfür wurden vier nicht verpachtete Gärten, die von Öseg-Mitarbeitern bewirtschaftet werden, für die Unterstützung des "Sozialen Zentrums" an der Ecke Weststraße / Staßfurter Höhe zur Verfügung gestellt. Dort wird bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern geholfen (die MZ berichtete). Also auch mit den dort im Gartenland geerntetem Obst und Gemüse.

Der in Könnern geborene Günther Gordziel ist Elektromonteur. In Aschersleben bekanntgeworden ist der heutige Rentner, verheiratete Vater von zwei Kindern und zweifache Opa vor allem auch durch seine Tätigkeit als früherer technischer Leiter beim einstigen Kohlehandel. Außer Gartenvereinsvorsitzender ist er ehrenamtlich Schriftführer bei der Harz-Schützen-Korporation und beim Kreisschützenverband. Und wenn dann doch mal etwas Luft in den Büchsen und beim Kleingartenverein ist, beschäftigt er sich mit Computertechnik. Über das Verhältnis zu seiner (Lebens-)Zeit sagte er: "Wenn mal nichts zu erledigen wäre, ich glaube, da würde ich krank."

Vorsitzender eines Kleingartenvereins ist auch Manfred Gössel (70). Er leitet die 1932 entstandene Sparte "Frohsinn" in der Ascherslebener Lessingstraße. Gössel, in Thale geboren und dort Betriebs- sowie Kfz-Schlosser gelernt, ist Vereinsmitglied seit 1996, Vorsitzender seit 2003. Mit Ruhe und Besonnenheit, Konsequenz und Zielstrebigkeit gehe er an die Umsetzung von Maßnahmen und Projekten. Er ist tätig in der "Arbeitsgruppe Fördermittel" des Regionalverbandes und verleihe dem Vereinsleben viele Impulse.

Vom verheirateten Vater zweier Töchter und Opa von sechs Enkeln, der nach einem Studium an der Kfz-Ingenieurschule Zwickau den Hauptteil seines Berufslebens im Kfz-Instandsetzungswerk Halle, Betriebsteil Aschersleben, arbeitete, war unter anderem zu erfahren, dass er die Effektivität seines Kleingartenvereins auf breite Schultern verlagere. So sind von den 75 Mitgliedern welche für die Sauberhaltung der Toilette, für die Pflege der Vereinswiese, des Kinderspielplatzes und die Intaktheit der Spielgeräte, für den Heckenschnitt usw. zuständig. Bei solcher Organisation sind Gössels einstige Berufsfunktionen als Technologe, Betriebsleiter bis hin zum Geschäftsführer nicht zu übersehen.

Als Hobby spielt er Keyboard. Da seine Kleingartenanlage auch bei der MZ-Gartenolympiade schon mehrfach eine Rolle mitspielte und deshalb Auszeichnungen erhielt, war das für ihn mindestens ebenso erfreulich wie ein besonders gut gelungenes Stück auf seinem elektronischen Tastinstrument.

Mitteldeutsche Zeitung, von Peter Rosenhahn, 06.03.09

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